6 de junho de 2026

DAS LÄCHELN DER UNBEFLECKTEN

Vier Jahre nach der Verkündigung des Dogmas von der Unbefleckten Empfängnis würdigte sich die Gottesmutter, auf die Erde herabzukommen, um die Erklärung von Papst Pius IX. auf wunderbare Weise zu bestätigen.

In Lourdes in Frankreich erschien sie wiederholt der unschuldigen Bernadette und sagte bei der letzten Erscheinung:

— Ich bin die Unbefleckte Empfängnis.

Der folgende Bericht stammt weder von einem Verehrer noch von einem besonders guten Christen. Er schreibt:

„Als man bereits viel von den Erscheinungen in Lourdes sprach, hielt ich mich in Cauterets, einem Ort in der Nähe von Lourdes, auf, mehr zu meiner Zerstreuung als zu meiner Heilung. Ich musste lächeln, als ich hörte, die Jungfrau habe Bernadette angelächelt, und beschloss nach Lourdes zu fahren, um die Seherin zu sehen und sie einer Lüge zu überführen.

Ich ging zum Haus der Familie Soubirous und fand Bernadette an der Tür sitzend, wie sie Strümpfe stopfte. Ihr Gesicht erschien mir recht gewöhnlich; es zeigte Spuren einer chronischen Krankheit, zugleich aber auch große Sanftmut. Auf mein Drängen erzählte sie mir die Erscheinungen mit vollkommener Einfachheit und Überzeugung.

— Ist es wahr, dass die Jungfrau gelächelt hat?

— Ja, sie hat gelächelt.

— Und wie war dieses Lächeln?

Das Mädchen sah mich erstaunt an und sagte:

— Mein Herr, man müsste vom Himmel sein, um dieses Lächeln wiederzugeben.

— Könnten Sie es nicht für mich nachahmen? Ich bin ungläubig und glaube nicht an die Erscheinungen.

Bernadettes Gesicht wurde traurig und ernst.

— Glauben Sie also, dass ich gelogen habe?

Ich fühlte mich besiegt. Nein, ein so reines Kind konnte nicht lügen. Ich wollte gerade um Verzeihung bitten, als sie hinzufügte:

— Nun gut; wenn Sie ein Sünder sind, werde ich versuchen, das Lächeln Unserer Lieben Frau nachzuahmen.

Das Mädchen erhob sich langsam, faltete die Hände, und ein himmlischer Glanz erleuchtete ihr Gesicht. Ein göttliches Lächeln, wie ich es niemals auf sterblichen Lippen gesehen hatte, verzauberte meine Augen.

Sie lächelte noch immer, als ich auf die Knie sank, überwältigt vom Lächeln der Unbefleckten auf den Lippen der glücklichen Seherin.

Seit jenem Tag ist dieses göttliche Lächeln nie aus meiner Erinnerung verschwunden. Viele Jahre vergingen, doch seine Erinnerung trocknete viele Tränen, als ich meine Frau und meine beiden Töchter verlor.

Es kommt mir vor, als wäre ich allein auf der Welt, und ich lebe vom Lächeln der Jungfrau.“

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