Was wir hier erzählen, ist eine Begebenheit aus dem Leben des heiligen Johannes Bosco.
Eines Tages suchte die Gräfin D. Z. ihn auf, um ihn zu bitten, ihre vier kleinen Kinder zu segnen. Don Bosco, stets freundlich und ein Freund der Kinder, spendete ihnen mit großer Zuneigung einen kräftigen Segen.
Die Gräfin, die ebenfalls niedergekniet war, erhob sich in der Überzeugung, dass der Segen dieses Priesters, den sie für einen Heiligen hielt, reiche Gnaden Gottes über die ganze Familie herabziehen würde.
Dann nahm sie ihre Kinder an sich und fragte ihn, da es allgemein bekannt war, dass Don Bosco in die Zukunft sehen konnte:
— Don Bosco, was wird aus meinen Kindern werden?
Don Bosco sprach in heiterem Ton über jeden einzelnen, beginnend mit dem Ältesten, und sagte Gutes über alle voraus. Als er zum Jüngsten kam, legte er ihm die Hand auf den Kopf und betrachtete ihn mit besonderer Aufmerksamkeit.
— Was wird aus diesem werden, Don Bosco?
— Was diesen Letzten betrifft, gnädige Frau, weiß ich nicht, ob es Ihnen gefallen wird...
— Sagen Sie mir doch, was Sie denken.
— Nun gut! Ich sage, dass er ein ausgezeichneter Priester werden wird.
Bei diesen Worten änderte sich die Szene plötzlich. Die vornehme Dame wurde blass, drückte das Kind an sich, als wolle sie es vor einem Unglück bewahren, und rief außer sich:
— Mein Sohn ein Priester?… Eher bitte ich Gott, ihm das Leben zu nehmen!
Don Bosco, der das Priestertum in höchster Achtung hielt, wurde von diesen Worten tief getroffen und entließ die Gräfin traurig.
Wenige Monate später wurde der jüngste Sohn der Gräfin D. Z. durch eine plötzlich eintretende Krankheit aus dem Leben gerissen.