Während der Französischen Revolution von 1793 wurde die Kirche Sankt Peter von Besançon einem schismatischen Priester übergeben. Die katholischen Priester jedoch, treu den Gesetzen der Kirche, wurden von den Revolutionären verhaftet und getötet.
Einer dieser Priester, Johannes genannt, blieb unter seinen Pfarrkindern und war bereit, alles für Gott und die Kirche zu leiden. Er ging verkleidet: weite Stiefel, Fuhrmannsbluse, großes Halstuch und Peitsche in der Hand. So durchstreifte er die Straßen und besuchte die Häuser seiner Gläubigen. An seinem Gürtel hing ein Kästchen mit dem Notwendigen zur Spendung der Sakramente sowie eine silberne Pyxis, in der er das Allerheiligste aufbewahrte.
Viele Monate vergingen, ohne dass die Polizei ahnte, dass sich unter diesem Fuhrmann ein Priester verbarg, der sein Amt ausübte. Schließlich wurde er entdeckt und sofort vor das Revolutionstribunal geführt.
Da geschah etwas in solchen Tribunalen noch nie Dagewesenes. Der Präsident, der wohl in seiner Kindheit Religionsunterricht erhalten und im Katechismus das Dogma der wirklichen Gegenwart gelernt hatte, rief mit gebieterischer Stimme:
— Bürger, sie sind konsekriert: alle niederknien!
Er befahl außerdem den Wachen, Pater Johannes zur Kirche des schismatischen Priesters zu begleiten, um das Allerheiligste zurückzubringen.
Am folgenden Tag wurde er nach einem summarischen Urteil wegen Verletzung der geltenden Gesetze zum Tode durch Enthauptung verurteilt.
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