20 de fevereiro de 2026

DIE WEISSE KRAWATTE

Georg war ein wahrer kleiner Engel, der alle durch seine Tugenden erbaut hat. Er empfing seine Erstkommunion in einem Kolleg in Rouen.

Unter anderem fasste er diesen Vorsatz: „Ich werde die weiße Krawatte meiner Erstkommunion bei mir tragen bis zu dem Tag, an dem ich durch großes Unglück die Gnade verlieren sollte, deren Symbol sie ist.“

Georg wuchs heran… und bewahrte stets die weiße Krawatte.

Als der Deutsch-Französische Krieg ausbrach, meldete er sich freiwillig zu den Zuaven des Generals de Charette. Im Januar 1871, bei der Schlacht von Le Mans, wurde er tödlich verwundet.

Der Feldkaplan trat sofort zu ihm.

— Danke, Herr Kaplan… ich habe vor zwei oder drei Tagen gebeichtet; nichts belastet mein Gewissen; legt mich auf etwas Stroh und bringt mir die heilige Wegzehrung, denn ich werde sterben.

Der Kaplan kam bald mit dem Allerheiligsten zurück.

— Bevor Sie mir die Kommunion reichen, tun Sie mir einen Gefallen: Öffnen Sie meinen Tornister; dort finden Sie eine weiße Krawatte; legen Sie sie mir um den Hals.

Dann empfing er die heilige Wegzehrung, dankte und sagte:

— Nun sterbe ich; ich bitte Sie, meiner Mutter diese Krawatte zu bringen und ihr zu sagen, dass ich seit dem Tag meiner Erstkommunion die heiligmachende Gnade nicht verloren habe; ja, sagen Sie ihr, dass diese Krawatte keinen anderen Fleck empfangen hat als den meines roten Blutes, das ich für das Vaterland vergossen habe.

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