2 de março de 2026

NEUER JUDAS

Ein Junge namens Fulvius besuchte eines der wichtigsten Internate in Frankreich. Solange seine Mutter ihn unter ihrer Aufsicht hielt, wurde er vor den schweren Gefahren bewahrt, die Kinder bedrohen; doch im Internat schloss sich Fulvius zwei schlechten und verdorbenen Mitschülern an, mit denen er in enger Freundschaft lebte.

Sehr bald verlor er durch sie seine Unschuld und damit den Frieden seines Herzens. Einige unmoralische Bücher, die ihm seine Gefährten gaben, vollendeten seinen Untergang.

Im Alter von zwölf Jahren wurde er zur Erstkommunion zugelassen; leider empfing er sie nicht aus Andacht, sondern nur, um seiner Mutter zu gehorchen, ohne den Vorsatz, sein Leben zu ändern oder die schlechten Gesellschaften zu verlassen. Er beichtete sakrilegisch, indem er gewisse schändliche Sünden verschwieg, und so, mit dem Teufel im Herzen und der Todsünde in der Seele, hatte er die Vermessenheit, die Kommunion zu empfangen.

Seine Eltern, durch den äußeren Schein getäuscht, hielten ihn für wohlerzogen und schickten ihn wieder ins Internat. Fulvius jedoch wurde wegen seiner Disziplinlosigkeit und Faulheit im Studium eines Tages vom Direktor streng bestraft und für einige Stunden in das Schulgefängnis eingeschlossen.

Als die Zeit kam, ihn freizulassen, ging man zu dem Raum, der als Gefängnis diente, und hörte, bevor man die Tür öffnete, von draußen... Man hörte nichts... keine Bewegung... Man klopfte an die Tür, doch niemand antwortete. Schließlich wurde die Tür geöffnet — und was sah man? Ach! welch ein Schrecken! Der unglückliche Junge hatte sich erhängt: er war tot!

Man stelle sich die Schreie und das Wehklagen im Internat vor.

Auf dem Tisch wurde ein Brief gefunden, in dem die Gefühle einer gottlosen, verzweifelten und sakrilegischen Seele ausgedrückt waren.

So war das Ende des unglücklichen Jungen, ein Opfer schlechter Gefährten, der, nachdem er wie Judas gesündigt hatte, auch den Tod des Judas erlitt.

Nenhum comentário:

Postar um comentário