Unter den allerkleinsten, reinsten und besten Knaben und Mädchen wählt das Jesuskind gewöhnlich seine Pagen (kleine Kreuzfahrer), damit sie ihn überallhin begleiten.
Eines dieser Kinder war die heilige Gemma Galgani, eine Heilige unserer Zeit, die ihr ganzes Leben lang mit Freude an die ersten Begegnungen mit Jesus im Allerheiligsten Sakrament zurückdachte, als sie noch sehr klein war.
„Das Gesicht meiner Mutter nach dem Empfang der Kommunion,“ sagte sie, „wurde strahlend vor Freude, und mein Herz schlug schneller, wenn sie mich an ihre Brust zog und sagte:
— Gemma, komm an meine Brust, um Jesus einen Kuss zu geben.“
Von jenem Alter an hörte sie nicht auf, ihre Lehrerinnen und die Kapläne zu bitten, ihr ihren Jesus zu geben.
Sie sahen sie an und lächelten, denn obwohl sie neun Jahre alt war, war sie so klein, dass sie kaum sechs zu sein schien. Damals hatte der Papst noch nicht das Dekret über die Kommunion der kleinen Kinder erlassen, und man verlangte dafür vollständige Unterweisung und Kenntnisse.
— Habe Geduld, sagten sie ihr, bis du das erforderliche Alter erreicht hast.
Aber Gemma bat und bat unermüdlich:
„Gebt mir Jesus, gebt ihn mir… Und ihr werdet sehen, dass ich brav sein werde; ich werde nicht mehr sündigen und mich gut benehmen. Gebt mir Jesus, denn es scheint mir, dass ich ohne ihn nicht leben kann.“
Diese schönen Empfindungen eines so reinen und liebenden Herzens bewegten ihre Oberen, den glücklichen und ersehnten Tag zu beschleunigen und ihr Verlangen zu erfüllen, Jesus an ihre Brust zu drücken.
Gemma wurde wirklich in ihrem armen und demütigen Leben eine große Heilige, die die Ehren des Altares verdiente.
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