6 de fevereiro de 2026

BROT DER STARKEN

Im Krimkrieg erhält ein französischer Oberst den Befehl, eine kleine Schanze einzunehmen. Ohne einen Augenblick zu zögern, rückt er an der Spitze seines Regiments vor, das beim Anblick eines solchen Mutes ebenfalls elektrisiert war. Ruhig und unerschütterlich mitten unter Maschinengewehren und Bajonetten, als befände er sich auf einer Militärparade, stürmt er die feindliche Batterie, die von den Russen furchtbar verteidigt wurde.

Sein General, erstaunt über eine so wunderbare Ruhe, ruft vor dem Generalstab aus:

— Oberst, welch eine Kaltblütigkeit! Wo haben Sie eine so große Ruhe inmitten einer so großen Gefahr gelernt?

— Mein General —antwortet der Oberst mit aller Einfachheit—, es ist, weil ich heute Morgen die heilige Kommunion empfangen habe.

Ehre dem tapferen und christlichen Oberst, und tapfer gerade weil er Christ ist; und Christ nicht von jenen, die sich ihres Glaubens schämen oder sich mit der Osterkommunion begnügen, sondern von den Eifrigen, die sich häufig vom Brot der Starken nähren, besonders in den schwierigen Umständen des Lebens.

5 de fevereiro de 2026

PAIN DES FORTS

Pendant la guerre de Crimée, un colonel français reçoit l’ordre de s’emparer d’un fortin. Sans hésiter un instant, il avance à la tête de son régiment, qui fut lui aussi électrisé à la vue d’un tel courage. Calme et impassible au milieu des mitrailleuses et des baïonnettes, comme s’il se trouvait à une parade militaire, il enlève d’assaut la batterie ennemie, terriblement défendue par les Russes.

Son général, admiratif d’une si prodigieuse calme, s’écrie devant l’État-Major :

— Colonel, quel sang-froid ! Où avez-vous appris tant de calme au milieu d’un si grand danger ?

— Mon général —répond avec toute simplicité le colonel—, c’est parce que j’ai communié ce matin.

Honneur au colonel valeureux et chrétien, et valeureux justement parce que chrétien ; et chrétien non de ceux qui ont honte de leur foi ou se contentent de la communion pascale, mais de ces fervents qui savent se nourrir fréquemment du Pain des forts, surtout dans les circonstances difficiles de la vie.

4 de fevereiro de 2026

PANE DEI FORTI

Nella guerra di Crimea, un colonnello francese riceve l’ordine di impadronirsi di un fortino. Senza esitare un istante, avanza alla testa del suo reggimento, che rimase anch’esso elettrizzato alla vista di tanto coraggio. Calmo e impassibile in mezzo a mitragliatrici e baionette, come se si trovasse in una parata militare, prende d’assalto la batteria nemica, terribilmente difesa dai russi.

Il suo generale, ammirato di tanta prodigiosa calma, esclama davanti allo Stato Maggiore:

— Colonnello, che sangue freddo! Dove hai imparato tanta calma in mezzo a così grande pericolo?

— Mio generale —risponde con tutta semplicità il colonnello—, è perché ho fatto la Comunione questa mattina.

Onore al colonnello valoroso e cristiano, e valoroso proprio perché cristiano; e cristiano non di quelli che si vergognano della loro fede o si accontentano della Comunione pasquale, ma di quei fervorosi che sanno nutrirsi frequentemente del Pane dei forti, soprattutto nelle circostanze difficili della vita.

3 de fevereiro de 2026

PAN DE LOS FUERTES

En la guerra de Crimea, un coronel francés recibe la orden de apoderarse de un fortín. Sin vacilar un instante, avanza al frente de su regimiento, que también quedó electrizado al ver tan grande valentía. Sereno e impasible en medio de las ametralladoras y bayonetas, como si se hallase en un desfile militar, toma por asalto la batería enemiga, terriblemente defendida por los rusos.

Su general, admirado de tan prodigiosa calma, exclama ante el Estado Mayor:

— ¡Coronel, qué sangre fría! ¿Dónde aprendiste tanta calma en medio de tan gran peligro?

— Mi general —responde el coronel con toda sencillez—, es porque comulgué esta mañana.

Honor al coronel valeroso y cristiano, y valeroso precisamente porque cristiano; y cristiano no de aquellos que se avergüenzan de su fe o se contentan con la comunión de Pascua, sino de los fervorosos que saben alimentarse con frecuencia del Pan de los fuertes, especialmente en las circunstancias difíciles de la vida.

2 de fevereiro de 2026

BREAD OF THE STRONG

In the Crimean War, a French colonel receives the order to seize a small fort. Without hesitating for an instant, he advances at the head of his regiment, which was likewise electrified at the sight of such courage. Calm and impassive amid machine guns and bayonets, as if he were at a military parade, he storms the enemy battery, fiercely defended by the Russians.

His general, amazed at such prodigious calm, exclaims before the General Staff:

— Colonel, what cold blood! Where did you learn such calm in the midst of so great a danger?

— My General, replies the colonel with all simplicity, it is because I received Holy Communion this morning.

Honor to the valiant and Christian colonel — valiant precisely because he is Christian; and Christian not among those who are ashamed of their faith or content themselves with Easter Communion, but among the fervent who know how to nourish themselves frequently with the Bread of the strong, especially in the difficult circumstances of life.

1 de fevereiro de 2026

DIE KOMMUNION DER STÄRKE

Die Großmutter saß im Hof im Schatten eines üppigen Weinstocks.

— Großmutter?

Sie hob die Augen, etwas überrascht, denn bis dahin hatte ihr Enkelkind ihr nicht viel Zuneigung gezeigt; sie war aufmerksam, aber nicht besonders liebevoll.

— Was willst du, mein Kind?

— Großmutter, ich möchte wissen, warum du ein Holzbein hast. Warst du im Krieg?

— Nein, Lina; aber das ist keine Frage für dein Alter. Es war keine Kanonenkugel, die mir das Bein nahm, und auch kein Unfall.

— Was war es dann?

— Einfach eine Krankheit: ein Tumor im Knie. Eines Tages erklärte der Arzt, dass das Bein amputiert werden müsse.

— Ach! Großmutter, ich hätte lieber sterben wollen.

— Ich hätte es auch lieber gewollt.

— Warum hast du es dann abschneiden lassen?

— Lina, es war nicht möglich; ich lebte nicht nur für mich selbst. Zu sterben, wenn man will, ist ein Luxus… und manchmal ist es Feigheit. Ich musste an vier kleine Kinder denken, die mich brauchten.

— Aber haben sie dich für die Operation schlafen gelegt?

— Nein, das wollte ich nicht; ich hatte große Angst, nicht mehr aufzuwachen und meine Kinder zu verlassen. Und wenn man leiden muss, dann weil Gott es will oder zulässt.

— Haben sie dir das Bein so abgeschnitten, während du wach warst?

Die gute alte Frau wurde allein bei der Erinnerung an das Geschehene bleich.

— Mein Kind, vor der schmerzhaften Operation bat ich um das Brot der Starken, empfing die heilige Kommunion und bat Jesus im Allerheiligsten um Geduld und Mut… Dein Vater hielt meine Hand, und selbst er, der Arme, wäre beinahe ohnmächtig geworden.

— Großmutter, die Kommunion hat dir die Kraft gegeben. Ach, wie gut ist Jesus!