24 de junho de 2026

EINE STRAFE UND EINE GNADE

Herr Beauveau, Marquis von Novian, verdankte seine Bekehrung und seine religiöse Berufung zur Gesellschaft Jesu einem Sieg über die Menschenfurcht zur Ehre der Gottesmutter.

Im Jahr 1649, als deutsche Truppen in Elsass-Lothringen stationiert waren, begannen einige in Novian einquartierte Soldaten nach reichlichem Alkoholkonsum zu spielen.

Einer von ihnen hatte beim Spiel verloren. Als er eine an der Wand angebrachte Marienstatue bemerkte, geriet er in Wut, als wäre sie die Ursache seines Unglücks. Er begann die Statue zu schlagen und stieß dabei schreckliche Gotteslästerungen aus.

Kaum hatte er damit aufgehört, fiel er zu Boden. Sein ganzer Körper zitterte, und er litt unter so starken und ununterbrochenen Schmerzen, dass es vier oder fünf Tage lang unmöglich war, ihn zum Essen zu bringen.

Als die Truppe den Marschbefehl erhielt, band man den Unglücklichen auf sein Pferd, damit er mitziehen konnte.

Später erfuhr man, dass er sich so heftig bewegt hatte, dass er vom Pferd fiel und unterwegs starb, wobei er in die Erde biss und vor Wut Schaum vor dem Mund hatte.

Lange Zeit sprach man im Dorf von der beispielhaften Strafe des Lästerers.

Zwei Jahre später beschloss man auf Anregung eines Missionars, einen feierlichen Akt der Wiedergutmachung zu veranstalten. Zu diesem Zweck zogen der Pfarrer, der Missionar, mehrere weitere Priester und die Einwohner von Novian unter Führung des Marquis in einer Prozession zu jenem Haus.

Als sie dort ankamen, rief der Priester wiederholt einige Männer auf, die Statue zur Kirche zu tragen, doch niemand meldete sich.

Herr Beauveau war über eine solche Gleichgültigkeit gegenüber der Gottesmutter empört und fühlte sich innerlich gedrängt, die Statue selbst zu tragen.

Trotz aller Menschenfurcht und obwohl er befürchtete, in den Augen der Leute als übertrieben fromm zu erscheinen, nahm er die Statue ehrfürchtig auf und brachte sie zur Schlosskapelle, wo sie auf Anordnung des Bischofs mit allen Ehren aufgestellt wurde.

Die selige Jungfrau Maria ließ nicht lange auf sich warten, diesen Akt der Frömmigkeit zu belohnen. Wie er selbst später bezeugte, empfing er eine solche Fülle von Gnaden und so starke Eingebungen zu einem vollkommenen Leben, dass er nicht nur ein vorbildlicher Christ wurde, sondern auch das Ordensleben ergriff, in dem er heilig lebte und starb.

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