1 de fevereiro de 2026

DIE KOMMUNION DER STÄRKE

Die Großmutter saß im Hof im Schatten eines üppigen Weinstocks.

— Großmutter?

Sie hob die Augen, etwas überrascht, denn bis dahin hatte ihr Enkelkind ihr nicht viel Zuneigung gezeigt; sie war aufmerksam, aber nicht besonders liebevoll.

— Was willst du, mein Kind?

— Großmutter, ich möchte wissen, warum du ein Holzbein hast. Warst du im Krieg?

— Nein, Lina; aber das ist keine Frage für dein Alter. Es war keine Kanonenkugel, die mir das Bein nahm, und auch kein Unfall.

— Was war es dann?

— Einfach eine Krankheit: ein Tumor im Knie. Eines Tages erklärte der Arzt, dass das Bein amputiert werden müsse.

— Ach! Großmutter, ich hätte lieber sterben wollen.

— Ich hätte es auch lieber gewollt.

— Warum hast du es dann abschneiden lassen?

— Lina, es war nicht möglich; ich lebte nicht nur für mich selbst. Zu sterben, wenn man will, ist ein Luxus… und manchmal ist es Feigheit. Ich musste an vier kleine Kinder denken, die mich brauchten.

— Aber haben sie dich für die Operation schlafen gelegt?

— Nein, das wollte ich nicht; ich hatte große Angst, nicht mehr aufzuwachen und meine Kinder zu verlassen. Und wenn man leiden muss, dann weil Gott es will oder zulässt.

— Haben sie dir das Bein so abgeschnitten, während du wach warst?

Die gute alte Frau wurde allein bei der Erinnerung an das Geschehene bleich.

— Mein Kind, vor der schmerzhaften Operation bat ich um das Brot der Starken, empfing die heilige Kommunion und bat Jesus im Allerheiligsten um Geduld und Mut… Dein Vater hielt meine Hand, und selbst er, der Arme, wäre beinahe ohnmächtig geworden.

— Großmutter, die Kommunion hat dir die Kraft gegeben. Ach, wie gut ist Jesus!

Nenhum comentário:

Postar um comentário